Pflügen
Höchste Präzision auf dem Acker
Das Leistungspflügen zählt zu den ältesten und anspruchsvollsten Wettbewerben der Landjugend und blickt auf eine lange Tradition zurück. Anders als bei manch anderen Fachbewerben findet der Landesentscheid Pflügen jedes Jahr statt. Die Erfolgsleiter reicht vom Bezirks- über den Landes- und Bundesentscheid bis hin zur Weltmeisterschaft, bei der die jeweiligen Bundessieger im Beet- und Drehpflug im Folgejahr an den Start gehen dürfen.
Bei diesem Bewerb treten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren eigenen Traktoren und Pflügen an. Gepflügt wird in den Kategorien Beetpflug sowie Drehpflug (unterteilt in Standard- und Spezialklasse). Nach dem gemeinsamen Startschuss beginnt die festgelegte Arbeitszeit. Den Beginn macht die sogenannte Anspalt- oder Probefurche, anhand derer die Ausrichtung für das weitere Feld vorgenommen wird.
Beim Leistungspflügen geht es keineswegs um Schnelligkeit, sondern ausschließlich um exaktes Handwerk und Konzentration. Die fachkundige Jury bewertet während und nach der Arbeit unter anderem:
die Geradheit und Gleichmäßigkeit der Furchen,
die Einhaltung der vorgegebenen Arbeitstiefe (die regelmäßig im Feld nachgemessen wird),
die Sauberkeit des Schnittbildes sowie die Ausführung der Schlussfurche.
Parallel zum Leistungspflügen findet für die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Traktorgeschicklichkeitsfahren statt. Hier gilt es, mit einem bereitgestellten Fahrzeug einen kniffligen Parcours mit verschiedenen Hindernissen und Präzisionsaufgaben möglichst fehlerfrei zu absolvieren.